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Kita Mühlweg: "Ein Fehler ist kein Fehler, sondern nur eine momentan nicht brauchbare Lösung"

Kita Mühlweg jetzt offiziell "Haus der kleinen Forscher" / Auszeichnung beim Frühlingsfest am 21. April

Sieben Monate nach dem 50. Geburtstag feierte die städtische Kindertagesstätte Mühlweg in Mainz-Bretzenheim jetzt ein Frühlingsfest. Im Rahmen dieses Frühlingsfestes erhielt die Einrichtung die offizielle Auszeichnung zum „Haus der kleinen Forscher.“ Netzwerkkoordinatorin Dr. Christa Welschof überreichte die Urkunde und Plakette ‚Haus der Forscher’ beim Frühlingsfest an Kitaleiterin Martina Louis.

Die gemeinnützige Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ engagiert sich mit einer bundesweiten Initiative für Bildung von Kindern im Kita- und Grundschulalter in den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik. Dank der Unterstützung des Ministeriums für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz, einer Kooperation mit dem Verband der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz e.V. und dem Engagement lokaler Netzwerkpartner können pädagogische Fachkräfte vom flächendeckenden Angebot der Bildungsinitiative profitieren. Das NaT-Lab der Johannes Gutenberg-Universität Mainz unter Leitung von Dr. Christa Welschof organisiert seit 2009 das Netzwerk in Mainz.

Die gemeinnützige Stiftung unterstützt mit ihren Angeboten pädagogische Fachkräfte dabei, Mädchen und Jungen bei ihrer Entdeckungsreise durch den Alltag zu begleiten. Gegründet wurde die Stiftung auf Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft, McKinsey & Company, der Siemens Stiftung und der Dietmar Hopp Stiftung. Gefördert wird sie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Pädagogische Fachkräfte der Kindertagesstätte bilden sich in den Workshops der Stiftung kontinuierlich fort und machen Naturwissenschaften und Technik zum Teil ihrer täglichen Arbeit mit Kindern. Die Experimentieraktivitäten und Forscherprojekte, die stattgefunden haben, hat die Kindertagesstätte dokumentiert. Diese Dokumentationsunterlagen reichte sie zusammen mit dem Bewerbungsbogen zur Auszeichnung an das lokale Netzwerk ein. In Absprache mit dem Netzwerk entschied die Stiftung über die Vergabe der Plakette, die für einen Zeitraum von zwei Jahren verliehen wird und danach erneuert werden kann.

„Was uns dazu bewogen hat, uns für diese Auszeichnung zu bewerben, ist der praxisnahe Ansatz des ‚Haus der kleinen Forscher’“, erklärt Kita-Leiterin Martina Louis: „Die Kinder lernen beim Experimentieren auch genau zu beobachten, sie entwickeln ihre feinmotorischen und sozialen Fähigkeiten weiter und verbessern dabei auch ihre verbale Ausdrucksfähigkeit.“ Kinder schauten Experimente nicht nur an, sondern seien auch selbst aktiv. „Durch Tüfteln und Ausprobieren lernen Kinder ihre Welt im wahrsten Sinne des Wortes zu „begreifen“ und erfahren ganz nebenbei mehr über naturwissenschaftliche und technische Phänomene“, weiß die Kitaleiterin.

Die Fragen der Kinder spielten beim Forschen und Experimentieren eine zentrale Rolle. Forschen und Experimentieren finde im Kita-Alltag in angeleiteten Projekten statt, aber auch in Alltagssituationen beim freien Spiel. Zum Forschen und Experimentieren brauchten Kinder auch unverplante Zeit, in der sie neugierig beobachten und spannende Entdeckungen machen können. Freiräume in denen sie ausprobieren und herausfinden können warum was wie funktioniert. Martina Louis: „Dabei gilt bei uns der Grundsatz ‚Ein Fehler ist kein Fehler, sondern eine in diesem Zusammenhang nicht brauchbare Lösung’ (Taylor).“