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Pressemitteilung vom 20.6.2007
Vereinbarkeit Beruf und Familie: Zertifikat auch für die Stadt Mainz

Das Audit Beruf und Familie der gemeinnützigen Hertie-Stiftung will Arbeit und Familienleben in Balance bringen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie lassen sich Management-Ziele und Mitarbeiterinteressen in eine Balance bringen, die sich für alle Beteiligten auszahlt? Sozialdezernentin Birgitt Collisi: "Denn ihre Lösung, verbunden mit der Frage, wie sich das Arbeitskräftepotential weitgehend nutzen lässt, ist heute eine der zentralen gesellschaftlichen Aufgaben."


Das ist auch das Anliegen der Stadtverwaltung Mainz. "Familienfreundliche Personalpolitik vereinfacht für Arbeitnehmer die Entscheidung für Kinder und das Leben mit Familie, aber auch auf der Arbeitgeberseite entstehen im Gegenzug positive Effekte, die betriebswirtschaftlich dargestellt werden können", so Heinz Sturny, Leiter des städtischen Amtes für Personal und Steuerung. Ausgehend von dieser These hat sich die Stadtverwaltung Mainz als erste Verwaltung einer Landeshauptstadt überhaupt, auf Initiative des Stadtrates, dem Auditierungsprozess gestellt.

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen und Dagmar Wöhrl, Parlamtentarische Staatssekretärin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technik überreichten gestern in Berlin nach erfolgreicher Auditierung das Zertifikat an Sozialdezernentin Birgitt Collisi. "Die Verleihung des Zertifikates beweist, dass die Stadtverwaltung Mainz eine nachhaltige familienbewusste Personalpolitik betreibt.". Zugleich habe die Stadt Mainz sich mit der Festlegung von Zielen und der Vereinbarung konkreter Maßnahmen dazu verpflichtet, diese kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Die Stadtverwaltung Mainz als familienbewusster Arbeitgeber biete vielfältigen Service für Familien: zum Beispiel Beratung und Unterstützung der Mitarbeiter/innen hinsichtlich Ferien-, Kinderbetreuung und Pflege und Versorgung von Angehörigen, erläutert Heinz Sturny. Eine längere Familienpause etwa bedeute nicht zwangsläufig das Ende der Karriere einer Mitarbeiterin. Ermöglicht werde auch das Ausüben einer Führungstätigkeit in Teilzeit. Häufig sei auch die Rückkehr von Mitarbeiter/innen aus Elternzeit in eine Teilzeittätigkeit, in einigen Fällen auch die Beurlaubung ((ohne Bezüge) über einen längeren Zeitraum hinweg: "Familienbewusste Personalpolitik versteht die Stadt Mainz als kontinuierlichen Prozess, der den sich ändernden Rahmenbedingungen der Verwaltung und den sich wandelnden Bedürfnissen der Mitarbeiterschaft Rechnung tragen will", stellt Sozialdezernentin Birgitt Collisi fest.

Das Audit Beruf und Familie, entwickelt im Auftrag der Hertie-Stiftung, unterstützt als strategisches Managementinstrument Arbeitgeber darin, Unternehmensziele und Mitarbeiterinteressen auszugleichen. Das Verfahren erfasst den Status und ermittelt systematisch das Entwicklungspotenzial im jeweiligen Unternehmen. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses erhalten die Unternehmen und Institutionen das Grundzertifikat zum Audit Beruf und Familie.

Zertifikate zum Audit Beruf und Familie wurden in Deutschland erstmals 1999 vergeben. Inzwischen haben mehr als 500 Unternehmen, Institutionen und Hochschulen mit rund 813.000 Beschäftigten und 586.000 Studierenden das Audit durchlaufen. Dabei sind über 140 Ideen familienfreundlicher Maßnahmen zusammengetragen worden, die im Zusammenwirken die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern.
(ekö)