Landeshauptstadt Mainz

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Umweltinformation: Immissionsschutz und Anlagensicherheit

Luft
Luftqualität
Luftreinhalteplan
Schadstoffregister für Industriebetriebe
Partikelfilter für Diesel-PKW
Lärm
Lärmminderungsplanung/Lärmaktionsplan
Fluglärm
Messstationen für Fluglärm
Messbericht der Fraport AG zur Fluglärmmessung mit einer mobilen Messanlage in Mainz-Lerchenberg

Zu den Aufgaben der unteren Immissionsschutzbehörde, die im Umweltamt der Stadt Mainz angesiedelt ist, gehört unter anderem die Erteilung von Genehmigungen nach dem Bundesimmissionschutzgesetz (BImSchG). Eine solche Genehmigung benötigen die Betreiber von Anlagen, von denen erhebliche Umwelteinwirkungen, z.B. durch Lärm oder Luftverunreinigungen ausgehen können. Das betrifft praktisch alle Industrie- und größeren Gewerbebetriebe.

Auch die Problematik von Luftverunreinigungen, insbesondere Geruchsbelästigungen durch private Verursacher gehört zum Aufgabenbereich der Behörde. Dazu zählen z.B. die Überwachung des ordnungsgemäßen Einsatzes von Brennstoffen und die Einhaltung der zulässigen Abgaswerte in Kleinfeuerungsanlagen.

Luft

Luftqualität

Zu sehen ist eine Messstation in der Mainzer Rheinallee.Industrie, Verkehr und Haushalte zählen zu den wichtigsten Quellen der Luftschadstoffe. Hohe Konzentration dieser Schadstoffe können Lebewesen und Materialien schädigen. Ozonwarnungen im Sommer und Feinstaubdiskussionen gehören mittlerweile zum Alltag. Sollen Lebensqualität und Gesundheit erhalten bleiben, so sind umfangreiche Maßnahmen zur Luftreinhaltung notwendig.
Das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht betreibt im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz seit 1978 das Zentrale Immissionsmessnetz (ZIMEN) für Rheinland-Pfalz, um die Luftqualität zu messen. Das Messnetz besteht aus 33 Messstationen, die von der Messnetzzentrale in Mainz betreut werden.

In Mainz gibt es 6 Messstationen:
Aktuelle Messwerte finden Sie auf der unten angegebenen Internetseite des Zentralen Immissionsmessnetzes (ZIMEN).

Luftreinhalteplan

Um Gesundheitsgefahren durch Luftschadstoffe entgegenzuwirken, hat die Europäische Union Richtlinien zur Luftqualität verabschiedet, die 2002 in deutsches Recht umgesetzt wurden. Danach sind Aktions- und Luftreinhaltepläne für Gebiete zu erstellen, in denen die vorgeschriebenen Grenzwerte für Luftschadstoffe überschritten werden. In Mainz wurde 2003 erstmals der Grenzwert für Feinstaub an mehr als 35 Tagen überschritten. Deshalb wurde vom Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Mainz ein Luftreinhalte- und Aktionsplan erstellt. Ziel ist es, die Herkunft des Feinstaubes zu ermitteln und Maßnahmen zur Emissionsminderung festzulegen. Auf der Internetseite zum Luftreinhalte- und Aktionsplan der Stadt Mainz finden Sie auch Informationen zur Kennzeichnungsverordnung für Kraftfahrzeuge und zur Einrichtung von Umweltzonen und den darin geltenden Fahrverboten für bestimmte Fahrzeuge.

Schadstoffregister für Industriebetriebe

Wie viel Kohlendioxid bläst der Industriebetrieb in der Nachbarschaft in die Luft? Welche Schwermetalle leitet er in Flüsse ein? Und in welche Länder exportiert der Betrieb seine Abfälle? Wer aus privatem oder beruflichem Interesse Informationen über Freisetzungen von Schadstoffen sucht, findet diese ab sofort im neuen Schadstoffregister PRTR-Deutschland (Pollutant Release and Transfer Register). Der Zugriff erfolgt online unter www.prtr.bund.de und ist für alle Nutzerinnen und Nutzer völlig kostenlos.

„Ziel des Umweltbundesamtes (UBA) ist es, für noch mehr Transparenz bei den Umweltinformationen zu sorgen. Sie sollen auf einfache Weise an Informationen über Belastungen der Umwelt durch das Einbringen von Schadstoffen in Luft, Wasser und Boden sowie die Entsorgung von Abfällen durch große Industriebetriebe gelangen. Transparenz und Vergleichbarkeit sind – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit – gute Instrumente, die Verringerung von Umweltbelastungen zu zeigen und Anreize für Innovationen zu schaffen.“ – Dr. Thomas Holzmann, Vizepräsident des Umweltbundesamtes


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Lärm

Infolge des stetigen Anstiegs der Lärmbelastung durch zunehmende Mobilität und geändertes Freizeitverhalten der Bevölkerung hat sich der Lärmschutz zu einem der wichtigsten Handlungsfelder im kommunalen Umweltschutz entwickelt. Es gibt nahezu keinen Bebauungsplan, Bauantrag oder sonstiges städtisches Vorhaben, bei dem nicht der Lärm ein Problem oder zumindest einen wichtigen Abwägungsbelang darstellt.
Die Einhaltung der Vorgaben des Landesimmissionsschutzgesetzes zum Lärmschutz ist zum Teil - im Rahmen der Zuständigkeit - Sache der unteren Immissionsschutzbehörde. Die zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung im Bezug auf die krankmachende Wirkung von Lärm führt zu einem vermehrten Informations- und Aufklärungsbedarf. In Ausnahmefällen wird nach einer Einzelfallprüfung für größere geräuschintensive Veranstaltungen eine Ausnahmegenehmigung erteilt.

Lärmminderungsplanung/Lärmaktionsplan

Die Europäische Union hat aufgrund steigender Lärmbelastungen die Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm vom 25. Juni 2002 erlassen.

Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie in Mainz

Im Jahre 2005 wurde die EG-Richtlinie über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm durch Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) in nationales Recht umgesetzt. Nach § 47 c BImSchG sind demnach zum 30.06.2012 Lärmkarten für Ballungsräume mit mehr als 100.000 Einwohnern auszuarbeiten.

Die Stadt Mainz ist zuständige Behörde zur Ausarbeitung der Lärmkarten für die im Stadtgebiet verlaufenden Hauptverkehrsstraßen, Schienenwege der Straßenbahnen, bestimmte gewerbliche Anlagen (IVU-Anlagen und Hafen) und den Verkehrslandeplatz Mainz-Finthen.
Die Lärmkarte „ ... Lden“ stellt jeweils einen Mittelwert über den gesamten 24-Stunden-Tag („day - evening - night“) dar, der die höhere Störwirkung von Geräuschen in der Nacht und in den Abendstunden über Zuschläge von 10 dB(A) für die Nacht und 5 dB(A) für den Abend berücksichtigt. Die Lärmkarte „ ... Ln“ stellt jeweils die Umgebungslärmbelastung in der Nacht (22:00 Uhr bis 06:00 Uhr) dar.

Hier können Sie die aktuellen Lärmkarten und den Bericht zur strategischen Lärmkartierung herunterladen:

Die Haupteisenbahnstrecken werden vom Eisenbahnbundesamt kartiert, das Lärmaufkommen des Großflughafens Frankfurt durch das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie.

Mit der EG-Richtlinie bestehen erstmalig auch Vorschriften zur Erstellung von Lärmaktionsplänen. Ziel ist es, ein gemeinsames Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm zu realisieren, um schädliche Auswirkungen einschließlich Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu vermindern.

Weitere Informationen zum Lärmaktionsplan der Stadt Mainz finden Sie hier.


Fluglärm

Das Bild zeigt die regionale Karte mit den Routen des An- und Abflugs von Fraport bei Ostwind als VorschauDas Thema Fluglärm ist ein Schwerpunkt im Arbeitsbereich Lärmschutz. Die Belastung der Mainzer Bevölkerung ergibt sich bei Ostwind-Wetterlagen durch Landeanflüge zum Frankfurter Flughafen, von denen insbesondere die südlichen Stadtteile betroffen sind. Seit der Änderung der Flugrouten zum 19.04.2001 sind jedoch auch zunehmend die nördlichen und westlichen Stadtteile davon betroffen. Bei Westwind-Wetterlagen sind die nördlichen Stadtteile wie die Neustadt, die Altstadt und Mombach durch Abflüge betroffen. Zur Veränderung Lärmsituation in Mainz nach der Fllugroutenänderung 2001 liegt ein Fluglärmgutachten vor.

Eine weitere Information zum Fluglärmaufkommen bietet das Regionale Dialogforum. Es bietet die Möglichkeit Lärmberechnungen für das gesamte Rhein-Main-Gebiet anzuschauen.
Ausführliche Informationen zum Flughafenausbau finden Sie auf unserer Internetseite unter Zukunft Rhein-Main.

Die Stadt Mainz hat am 07.02.2008 Klage gegen den Planfeststellungsbeschluss beim hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingereicht. Die Klagebegründung steht Ihnen am Seitenende als Download zur Verfügung.

Fluglärmbeschwerden zum Frankfurter Fughafen können an Fraport über die kostenfreie Rufnummer 0 800 / 23 45 679 oder über das Internet auf www.dfld.de unter Messwerte gerichtet werden.
Fluglärmbeschwerden zum Finther Verkehrslandeplatz richten Sie bitte an die Luftaufsicht Finthen - Landesbetrieb für Mobilität - Referat Luftverkehr, 55483 Hahn Flughafen, Tel.: 0 65 43 / 50 88 01.

Messbericht der Fraport AG zur Fluglärmmessung mit einer mobilen Messanlage in Mainz-Lerchenberg

Die Fraport AG führte vom 20.04. bis 10.07.2012 Fluglärmmessungen mit einer mobilen Messanlage in Mainz-Lerchenberg (ZDF-Gelände) durch, um Aufschluss über die veränderte Fluglärmbelastung infolge der Inbetriebnahme der Landebahn Nordwest zu erlangen. Der Messbericht kann hier heruntergeladen werden.

Messstationen für Fluglärm


Die Stadt Mainz betreibt seit 2008 eine Fluglärmmesstation auf dem Dach der Kommunalen Datenzentrale in der Hechtsheimer Straße.

Die Messwerte werden von dem Deutschen Fluglärmdienst e.V. abgerufen und unter dem Namen der Messstation „Mainz-Oberstadt***“ ins Internet unter www.DFLD.de eingestellt. Die drei Sterne hinter dem Namen der Messstation bedeuten, dass es eine hochwertige Messstation mit einem Schallpegelmonitor der Genauigkeitsklasse 1 ist.

Die Messstation der Stadt Mainz ist dadurch Teil des Fluglärmmessnetzes, das vom Deutschen Fluglärmdienst e. V. gepflegt und veröffentlicht wird. Damit wird ein enges Fluglärmmessnetz im Rhein-Main-Gebiet transparent für jedermann nutzbar im Internet angeboten.
Allein in Mainz gibt es zurzeit über 10 Fluglärmmesstationen. Die Betreiber sind unter anderem Privatpersonen, Bürgerinitiativen, Privatinitiativen, das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Mainz.


Messstation BetreiberKlasse 1 Pegelmonitor
Mainz - Bretzenheim*** Initiative gegen Fluglärm
Mainz - Bretzenheim Privat
Mainz - Drais*** PrivatinitiativeX
Mainz - Ebersheim Ortsbeirat (mit Hilfe von Sponsoren finanziert)
Mainz - Hechtsheim 1 Privat
Mainz - Laubenheim*** Land RLPX
Mainz - Laubenheim 2 Privat
Mainz - Lerchenberg 1 Privat
Mainz - Oberstadt*** Stadt MainzX
Mainz - Weisenau 1 Privat
Mainz - Weisenau 2*** Land RLP X
Mainz - Weisenau 3 Privat
LUWG mobil*** z. Zt. Dach Uniklinik Land RLPX



Auf der Seite Geografische Daten der der Stadt Mainz finden Sie unter dem Thema "Umwelt - Lärm" Übersichtskarten zum Straßen-, Schienen- und Flugverkehrslärm.

Weitere Informationen und Ansprechpartner zum Bereich Immissionsschutz finden Sie unter den folgenden Stichpunkten:


Bauleitplanung, Lärm
Elektrosmog
Erschütterungen
Fluglärm
Genehmigungsbedürftige Anlagen
Geruchsbelästigungen
Immissionsschutz
Lärm
Lärm bei Großveranstaltungen
Lärmbeschwerden
Lärmschutzplanung
Lichtimmissionen
Luftreinhaltung
Luftverunreinigung
Nachbarschaftslärm
Schallschutz
Strahlung
Tanklager
Umweltinformationsgesetz

Downloads
 Klagebegründung (2337 kb)
 Klagebegründung Ergänzung 1 (49 kb)
 Klagebegründung Ergänzung 2 (53 kb)

im WWW
 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
 Umweltbundesamt
 Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland-Pfalz
 Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht
 Regionales Dialogforum
 Bundesrecht