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Literatur-Förderpreis der Stadt Mainz für junge Autorinnen und Autoren

Seit 1987 vergibt die Stadt Mainz in Zusammenarbeit mit dem LiteraturBüro Mainz alle zwei Jahre einen mit € 2500,- dotierten Literatur-Förderpreis. Ausgezeichnet wird eine Autorin oder einen Autor aus Mainz, deren oder dessen Arbeit eine sprachliche, inhaltliche oder strukturelle Innovation präsentiert.

Dieser Preis soll junge Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ihrer Arbeit ermutigen, ihre Entwicklung fördern und schließlich die Gelegenheit bieten, die Arbeiten einem interessierten Publikum vorzustellen. Der/die Bewerber/Bewerberin muss einen eindeutigen Lebensbezug zur Stadt Mainz haben und sollte das 35. Lebensjahr nicht vollendet haben. In Grenzfällen entscheidet die Jury.

Der Preis wird öffentlich ausgeschrieben. Die einzureichenden Arbeiten sind an keine bestimmten literarischen Gattungen gebunden. Die Texte sollten einen Umfang von insgesamt 10 Schreibmaschinenseiten nicht überschreiten.

In einer öffentlichen Veranstaltung lesen die drei in die Endauswahl gelangten Kandidaten aus ihren Wettbewerbstexten. Im Anschluss ermittelt die Endjury die Preisträgerin bzw. den Preisträger. Das Gremium besteht aus dem Kulturdezernenten, einem Vertreter der Vorjury, einem Literaturkritiker und dem Publikum. Sie entscheiden mit jeweils einer Stimme; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Publikums den Ausschlag.

Preisträgerin 2017: Leonie Höckbert

Am Freitag, 17. November 2017 vergab die Landeshauptstadt Mainz zum nunmehr bereits 16. Mal den "Literatur-Förderpreises für junge Autorinnen und Autoren". Bei einer Lesung im Ratssaal des Mainzer Rathauses vor knapp 90 interessierten Besucherinnen und Besuchern stellten die drei in die Endauswahl gelangten Kandidatinnen und Kandidaten Sarah Beicht, Leonie Höckbert und Jochen Veit ihre Wettbewerbstexte dem Publikum und der Jury vor.

Nach den Lesungen und einer kurzen Abstimmungsphase lagen zwei der Kandidaten gleichauf: Während sowohl Kulturdezernentin Marianne Grosse und Dr. Sigrid Fahrer vom Literaturbüro Mainz e. V. den Text von Jochen Veit favorisierten, gaben Michael Jacobs (AZ Mainz) und die große Mehrheit des Publikums ihre Stimme der Autorin Leonie Höckbert. Da aufgrund der Richtlinien des Förderpreises bei Stimmgleichheit das Votum des Publikums den Ausschlag gibt, erhielt Leonie Höckbert den Literaturförderpreis.

Leonie Höckbert, geboren 1993, studiert Germanistik mit Schwerpunkt auf deutschsprachiger Literatur an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie war Mitarbeiterin am "Otnit-Projekt", bei dem ein mittelalterliches Heldenepos als modernes Theaterstück bearbeitet wurde und ist Mitglied im Mainzer Verein Lyrik-Labor e.V. sowie in der Gruppe Vorlesegemeinschaft.

Um den Literaturförderpreis bewarb sich Leonie Höckbert mit ihrem Theaterstück "Der Hungrige isst schließlich sich selbst", aus dem sie Teile während der Lesung vorstellte: Die junge Protagonistin Candy führt mit ihren Sehnsüchten und Hoffnungen in den verschwimmenden Ebenen realer und virtueller Welten einen verzweifelten Kampf. Freundeskreise und soziale Medien gehen nahtlos ineinander über und haben sich doch nichts zu sagen. Die Suche nach Menschlichkeit und die Hilferufe von Candy bleiben unerhört und werden zu Projektionen erklärt. Mit Medikamenten soll sie ihre "Dämonen" abstreifen. Ein Unterfangen, dessen Ende absehbar, aber offen bleibt.

Liste bisheriger Preisträger

1987 Monika Preiß

1988 Daniel Gutmann

1991 Mark Piella

1993 Marcus Braun

1995 Anke Vemeke

1997 Tobias Rausch

1999 Ralf Schwob

2001 Sarah Alina Grosz

2003 Moritz Heger

2005 Nora Liebmann

2007 Clara Henriette Herborn

2009 Sebastian Spengler

2011 Christina Stein

2013 Andelka Križanović

2015 Matthias Boosch

Kontakt LiteraturBüro Mainz e.V. für Rheinland-Pfalz

LiteraturBüro Mainz e.V. für Rheinland-Pfalz
Neutorstraße 1
55116 Mainz
Telefon: +49 6131 22-0202
Telefax: +49 6131 22-8845
infoliteraturbuero-rlpde
www.literaturbuero-rlp.de

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Projektleitung Literatur, Projektleitung Mahnen & Gedenken, Projektleitung Mainzer Büchermesse, Stolpersteine
Zitadelle, Bau C
Am 87er Denkmal
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Martin.Steinmetzstadt.mainzde

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