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Johannes Gutenberg - Erfinder und Medienrevolutionär
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  1. Das neue Gutenberg-Museum
  2. Bauliche Neuausrichtung Gutenberg-Museums

Bauliche Neuausrichtung des Gutenberg-Museums

Zustand des Gutenberg-Museums

Das Gutenberg-Museum ist ein Museum der Stadt Mainz von nationaler und internationaler Bedeutung, mit einer Strahlkraft weit über die Grenzen von Mainz hinaus. Mit jährlich rund 140.000 Besucherinnen und Besuchern ist es eines der meistbesuchten Museen im Bundesland und in Deutschland.

Nach vielen Jahren seines Bestehens muss das Gutenberg-Museum nun sowohl baulich als auch inhaltlich dringend erneuert werden. Die Ausstellung seiner Schätze ist zum Teil auf dem Stand des Jahres 1962, ebenso die Ausstattung vieler Räume. Das Museum muss sich rüsten, um weiterhin konkurrenzfähig zu sein. Gleichzeitig zeigt ein aktuelles Brandschutzgutachten erhebliche Mängel des Museumsgebäudes auf.

Die Stadt Mainz ist also gefordert, um eine Teilschließung oder gar Schließung des Museums zu verhindern. Dabei liegt in der Brandschutzthematik auch die Chance, das Haus insgesamt zu verändern und nachhaltig zu verbessern. Das Museum soll in allen Bereichen zukunftsfähig gemacht werden, damit es seinen Platz in der internationalen Museumslandschaft behaupten und ausbauen kann.


Kurzer Rückblick


Architektenwettbewerb 2015

Vor diesem Hintergrund wurde im Jahr 2015 ein europaweiter Architektenwettbewerb durchgeführt. Als Sieger des Wettbewerbs ging das Büro DFZ-Architekten aus Hamburg hervor. Dessen Planung eines eigenständigen Bauwerks mit Unterbauung und Anbindung an den so genannten Schellbau als erstem Bauabschnitt war Teil eines Gesamtkonzepts für ein "Museumsquartier" bzw. Gutenberg-Quartier.

Der zwischenzeitlich als "Bibelturm" bezeichnete Neubau sollte als weithin sichtbares Schatzhaus mit hochwertiger Fassade die wertvollsten Exponate des Gutenberg-Museums beherbergen, darunter insbesondere die beiden Gutenberg-Bibeln.

Bürgerentscheid April 2018

Nach der Bekanntgabe der Planentwürfe wurden von Seiten einer Bürgerinitiative ca. 13.000 Unterschriften gesammelt, die sich gegen den Neubau des so genannten "Bibelturms" im ersten Bauabschnitt ausgesprochen haben. Beim Bürgerentscheid am 15. April 2018 haben sich die Bürgerinnen und Bürger klar gegen die Umsetzung dieses Siegerentwurfs ausgesprochen.


Der weitere Weg


Arbeitswerkstatt zur Modernisierung des Museums

Der Stadtrat hat die Verwaltung am 9. Mai 2018 beauftragt, eine "Arbeitswerkstatt Modernisierung Gutenberg-Museum" einzurichten, um die weitere Entwicklung unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger voranzutreiben.

Erste Sitzung der Arbeitswerkstatt am 26. Juni 2018

Ende Juni fand die erste Situng Arbeitswerkstatt zur "Modernisierung des Gutenberg-Museums" auf Einladung der Stadt Mainz im Rathaus statt.

Oberbürgermeister Michael Ebling und Bau- und Kulturdezernentin Marianne Grosse betonten, dass die große Runde darin einig gewesen sei, den Fokus des künftigen Engagements auf die Zukunftsgestaltung des Museums zu legen, dabei die durch den Bürgerentscheid entstandene Dynamik aufzunehmen, um das Museum dauerhaft mit vereinten Kräften und Ideen aufzuwerten.

Die zentrale Zielsetzung der ersten Zusammenkunft lag zunächst in der Festlegung formaler Aspekte, um sich als Arbeitswerkstatt zu konstituieren und die Grundlagen für künftige Arbeitstreffen abzustimmen. Konkret wurde vereinbart, dass die Ausschreibung eines Interessenbekundungsverfahrens (IBV) zur Gewinnung eines externen Büros für die Moderation der Arbeitswerkstatt erfolgen soll.

Zweite Sitzung der Arbeitswerkstatt am 21. August 2018

Die 2. Arbeitswerkstatt fand am 21. August 2018 statt. Thema der Arbeitswerkstatt waren der weitere Fahrplan des Interessenbekundungsverfahrens und das bislang vorliegende Konzept zur Museumsszenografie.

Dritte Sitzung der Arbeitswerkstatt am 16. Oktober 2018

Die 3. Arbeitswerkstatt ist für den 16. Oktober 2018 um 19 Uhr terminiert.

Brandschutztechnische Sofortmaßnahmen ab September 2018

Die Planungen für den ersten Bauabschnitt zur Sanierung und Erweiterung des Gutenberg-Museums sahen vor, den Hauptanteil der Besucherströme in den Neubau zu leiten, wo mit den Gutenberg-Bibeln die Hauptattraktionen des Museums ausgestellt werden sollten. Dadurch hätte der Schellbau von großen Besuchergruppen entlastet werden können, was wiederum dazu geführt hätte, dass die zur Aufrechterhaltung des Betriebs erforderlichen provisorischen Brandschutzmaßnahmen auf das Notwendigste hätten beschränkt werden können (zwei außenliegende neue Rettungswege sowie Brandschutzertüchtigungsmaßnahmen im Bereich der Gebäudetechnik).

Mit dem Ergebnis des Bürgerentscheids, dass der erste Bauabschnitt mit dem so genannten Bibelturm nicht gebaut werden soll, musste das oben dargestellten Brandschutzkonzept überarbeitet und an die neue Situation angepasst werden.

Das bedeutet, die brandschutztechnischen Sanierungsmaßnahmen im Museumsbestand mussten neu priorisiert werden und es muss sehr kurzfristig mit Maßnahmen der Brandschutzertüchtigung begonnen werden, damit der Museumsbetrieb vorübergehend aufrecht erhalten werden kann.

In Abstimmung mit einem Brandschutzbüro, der Feuerwehr, der Bauaufsicht sowie der Gebäudewirtschaft Mainz wurden die erforderlichen brandschutztechnischen Sofortmaßnahmen erarbeitet und in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst.

Die Umsetzung dieses Maßnahmenkatalogs beginnt mit der Aufstellung eines provisorischen Rettungstreppenturms am Museum im September 2018 und muss bis Ende 2019 erfolgt sein.

Auch mit der Umsetzung der Sofortmaßnahmen ist weiterhin eine ganzheitliche Brandschutzsanierung des Gutenberg-Museums erforderlich, denn die Sofortmaßnahmen ermöglichen lediglich einen vorübergehenden Weiterbetrieb des Museums für die Zeit, die nun benötigt wird, um neue Planungen für die Zukunft des Museums zu erarbeiten.


Weiterführende Informationen