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Hier schreibt Michael Ebling

„Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit…“

Wollte man die Kolumne zur Sanierung unserer Bürgerhäuser mit großer Literatur beginnen, es könnte einem der folgende Auszug aus Schillers Wilhelm Tell in den Sinn kommen: „Das Alte stürzt, es ändert sich die Zeit, und neues Leben blüht aus den Ruinen“.

Zugegeben: Ein bisschen pathetisch erscheint das Zitat ja schon im Zusammenhang mit den Bürgerhäusern. Und „Ruinen“ ist trotz des Sanierungsstaus wohl auch nicht das richtige Wort. „Klapperbuden“, das ist die treffendere Bezeichnung für die Gebäude aus den 1970er Jahren.

Warum also kommt mir das Schiller-Zitat in den Sinn? Vielleicht weil wir Mainzerinnen und Mainzer uns bei den Bürgerhäusern schon lange jenen Aufbruch und Neuanfang wünschen, der aus dieser Stelle im Wilhelm Tell spricht, den uns die Kommunalaufsicht bisher aber als „freiwillige Aufgabe“ verwehrte?

Jetzt endlich ist es aber soweit: Die Sanierung der Bürgerhäuser ist auf den Weg gebracht – und mit ihr auch die der Rheingoldhalle und der Volkshochschule.

Rund 25 Millionen Euro stehen dank der Zusage des Landes aus dem „Kommunalen Investitionsprogramm 3.0“ für Sanierung und Neubau bereit. Das ist ein Investitionspaket in unsere Stadtgesellschaft und ihre kulturellen und gesellschaftlichen Zentren in den Stadtteilen, um das uns viele Kommunen in der Republik nur beneiden können:

Saniert wird auf dem Lerchenberg, in Weisenau und Ebersheim.

Abgerissen und neugebaut werden die Bürgerhäuser in Finthen und Hechtsheim.

Bis zum Sommer wird in jedem der Stadtteile ein Workshop mit dem Ortsbeirat und den Vereinen stattfinden. Darin sollen Raum- und Nutzungskonzepte erörtert werden, damit möglichst allen Bedürfnissen in den Stadtteilen Rechnung getragen werden kann. Ab Herbst wird geplant und die Bauarbeiten werden ausgeschrieben.

Für die Bauleute geht‘s im Frühjahr 2017 los – nach der Kampagne. Die Fastnacht 2018 wird dann allerdings ohne Bürgerhäuser auskommen müssen. Alle Kampagnen und Veranstaltungen danach aber werden „im Saal“ beste Bedingungen in den sanierten und neu gebauten Bürgerhäusern vorfinden.

Die Bürgerhäuser gehören, auch wenn man es ihnen heute nicht unbedingt immer ansieht, zu den wichtigsten Gebäuden in unserer Stadt. In ihnen schlägt das kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Herz der Stadtteile.

Mit dem neuen Zukunftskonzept wollen wir sicherstellen, dass das auch in den kommenden Jahrzehnten so bleibt. Die Bürgerhäuser sollen nicht nur schöner und komfortabler werden, sondern auch flexibler nutzbar, kostengünstiger und noch besser ausgelastet.

Rheingoldhalle und Volkshochschule vervollständigen das vom Stadtvorstand beschlossene Sanierungspaket.

Wir können damit die Bürgergesellschaft in unserer Stadt und den Kultur- und Kongressstandort Mainz in einem Maße stärken, das in Zeiten knapper kommunaler Kassen alles andere als selbstverständlich ist.

Insofern ist das Wilhelm-Tell-Zitat vom Anfang vielleicht doch nicht zu pathetisch. Freude jedenfalls – und noch mehr Vorfreude auf die „neuen Bürgerhäuser“ – ist erlaubt.

Ihr Michael Ebling

Diese OB-Kolumne hören

Videokolumne von Oberbürgermeister Michael Ebling / Datenschutzhinweis zur Videonutzung siehe www.mainz.de/datenschutz© OK:TV Mainz

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