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Hier schreibt Michael Ebling

Jahresrückblick 2016

Liebe Mainzerinnen und Mainzer,

die besinnlicheren Tage rücken näher. Wir haben gerade den Weihnachtsmarkt eröffnet – bei zugegeben ungewohnt sommerlichen Temperaturen. Aber das wird sich in Kürze geben…

Erste Weihnachtsfeiern stehen bevor – es kommt die Phase des Jahres, da die Menschen sich wieder mehr Zeit füreinander nehmen – und man sich privat wie auch im Beruf hier und dort die Frage stellt:

  • Wie war das im Jahr 2016?
  • Was hatte ich vor, was wollten wir umsetzen?
  • Ist dies in allen Fälle gelungen, blieb etwas auf der Strecke?

So blickt auch die Stadt Mainz zu Beginn des Dezembers in den Rückspiegel: der Doppelhaushalt 2017/2018 ist zu einem erfreulich frühen Zeitpunkt vom Stadtrat verabschiedet, was in allen Bereichen für Planungssicherheit sorgt.

Das Jubiläum 200 Jahre Rheinhessen war ein großer Erfolg – und wird in die Zukunft weiterwirken. Eine Region hat sich „neu entdeckt“ – und wurde auch bundesweit wahrgenommen durch ein großartiges Programm. Hier muss man den Namen Peter Eckes als „Spiritus Rector“ des gesamten Jahres sicherlich nochmals lobend anführen…

Die Tourismuszahlen belegen, dass dieses Jahr in seiner unaufgeregten Form „ankam“ –darauf werden wir aufbauen, damit der Schwung nicht verloren geht.

In diesen Tagen erfolgt auch die Jungfernfahrt der „Mainzelbahn“, die uns mit Baustellen und Staus über lange Zeit den ein oder anderen  Nervenstrang seziert hat – nun geht es an die „Belohnung“: Die Bahn nimmt den Betrieb auf und wird unserer Landeshauptstadt viele Vorteile bescheren.

Mainz bringt damit  punktgenau das größte Verkehrs-Infrastrukturprojekt auf Bundesebene an den Start. Das ist beachtlich, darauf darf man getrost stolz sein!

Auch der Umbau des Kulturzentrums als „Kultstätte der Jugend“ nimmt nach langen Jahren der Stagnation nun konkrete Formen an: Ausschreibungen, Bautätigkeit ab Frühjahr 2017 – spätestens im Herbst 2018 öffnet das KUZ wieder seine Pforten – und wird in neuem Gewande alten Idealen treu bleiben. Das heißt: Es wird trotz Investitionen von 4 Mio. Euro auch als KUZ 2.0 weiterhin ein Ort sein, an dem anders gedacht werden soll und darf. KUZ bleibt KUZ - auch im frischen Gewande.

Die neue Heimat des renommierten Römisch-Germanischen Zentralmuseums mit seinen bedeutenden Sammlungen geht voran: Die Landesregierung stemmt mit dem Archäologischen Zentrum ein Kulturprojekt allererster Güte. Damit bekommt die römische Gründungsepoche von „Mogontiacum“ ein neues Zuhause, die den Mainzerinnen und Mainzern besonders am Herzen liegt und die mit Drususstein, Amphitheater und Römerschiff-Museum im unmittelbaren Umfeld des künftigen Hauses deutliche Spuren hinterlassen  hat. „Es wächst stadtplanerisch zusammen, was  zusammengehört.“

Und nicht zuletzt erfährt von hier aus auch der Universitäts- und Wissenschaftsstandort Mainz weitere, ungeahnte Impulse.

Darüber hinaus ist bezahlbares Wohnen eines der essentiell bewegenden Themen der Gegenwart. Das Wort „Betongold“ macht sehr oft die Runde in letzter Zeit, doch nicht jeder hat das notwendige „Kleingeld“, um die eigenen vier Wände zu realisieren.

Die Stadt Mainz bringt mit dem Heiligkreuzareal eines von vielen großen Wohnbauprojekten auf den Weg – allein hier entstehen 1950 Wohneinheiten auch für die kleineren Geldbörsen. Und dies mit nachhaltiger Ausrichtung: zahlreiche Grünflächen sind eingeplant, der gesamte Bereich wird über Fernwärme versorgt.

Sie sehen: Mainz entwickelt sich an vielen Stellen – und dies wird sich im Jahre 2017 fortsetzen.

Wir schauen zufrieden auf 2016 – und blicken obendrein optimistisch auf das kommende Jahr.

Dann stehen wir – neben vielen anderen Aufgaben und Projekten, die uns erwarten werden - als Gastgeber für den Tag der deutschen Einheit im Fokus der bundesweiten Öffentlichkeit.

Ich bin beim Blick auf diese Feier tief davon überzeugt, dass wir Mainzer unsere weltoffene, tolerante und gastfreundliche Art dabei in weit sympathischerer Form präsentieren werden, als dies in manchen drastischen Momenten in Dresden zu erleben war.

Ich wünsche Ihnen eine schöne, ruhige und erfüllte Weihnachtszeit im Kreise ihrer Familie und Liebsten.

Ihr Michael Ebling