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Hier schreibt Michael Ebling

Umbau des Mainzer KUZ beginnt

Mainz ist eine lebendige Stadt. Unsere Stadt lebt mit und durch ihre Kultur. Was die Kultur in Mainz dabei prägt, das ist ihre Vielfalt. Zahlreiche Spielstätten und Initiativen tragen dazu bei, dass unsere Kulturszene bunt und abwechslungsreich ist. Eine wichtige Institution in der Mainzer Kulturlandschaft ist das im Jahr 1981 gegründete Mainzer Kulturzentrum KUZ.

Das KUZ war jahrzehntelang ein wichtiger Anziehungspunkt für Menschen in Mainz und Umgebung. Es leistete ein umfangreiches und anerkanntes Kulturprogramm für alle Altersgruppen. Dazu zählten Live-Veranstaltungen namhafter Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt, Partys, Theateraufführungen, Lesungen und Ausstellungen. Das KUZ war ständiger Begegnungsort für Musikfans und Tanzfreudige, aber auch für Familien mit Kindern. Publikumsmagnete neben den zahlreichen Partys waren unter anderem das „Kids im KUZ“-Angebot oder die sommerlichen Filmvorführungen für Kinofans im Freiluftkino des KUZ-Biergartens.

Ich bin froh, dass der Mainzer Stadtrat im Mai 2014 beschlossen hat, dass das KUZ als kultureller Veranstaltungsort dauerhaft gesichert werden soll. Um diesen Beschluss erfolgreich umzusetzen, ist neben der konzeptionellen Neuauflage insbesondere auch eine bautechnische Ertüchtigung der ehemaligen Garnisonswäscherei erforderlich. Von Beginn der Planung an wurden die Akteure der Mainzer Kulturszene eingebunden und eingeladen, ihre Ideen, Expertise und Kompetenzen zum Nutzen des KUZ einzubringen. Hierzu fanden im vergangenen Jahr zwei Workshops mit Vertretern aus der Bau- und Kulturverwaltung, kultureller Einrichtungen und freier Kulturinitiativen sowie der Veranstaltungsbranche statt, um an inhaltlichen und räumlichen Optimierungen und Neugestaltungen zu arbeiten - ein spannender und erfolgreicher Prozess mit guten Ergebnissen.

In absehbarer Zeit wird endlich der lang erwartete Umbau des Kulturzentrums starten. Das denkmalgeschützte Backsteingebäude in der Dagobertstraße wird dabei erhalten bleiben. Zur kulturellen Nutzung werden in diesem Gebäude ein Saal im Erdgeschoss und ein Raum im Obergeschoss zur Verfügung stehen. Wegfallen wird mit dem Umbau der alte Anbau im hinteren Teil des Geländes Richtung Winterhafen; er wird durch einen neuen Anbau ersetzt der Lager und Technik beinhaltet. Insgesamt wird die für Veranstaltungen zur Verfügung stehende Fläche des KUZ von derzeit 650 auf rund 820 Quadratmeter erhöht.

Wenn alles nach Plan läuft, dann kann das „KUZ 2.0“ 2018 seine Tore öffnen. Das Programm des KUZ für das Jahr nach der Wiedereröffnung steht heute noch nicht im Detail fest. Inhaltlich soll an die Erfolge des KUZ angeknüpft, aber auch an einem neuen Repertoire gefeilt werden. Das KUZ soll durch verschiedene Formate spartenübergreifend eine inhaltliche Vielfalt bieten und auch finanzschwachen Initiativen und Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit geben, in einem professionellen Rahmen ihre Arbeiten und Projekte vorzustellen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Gerade die Arbeiten und Programme von jungen Künstlern oder freien Initiativen sichern die Vielfalt und die tägliche Belebung des KUZ. Ziel ist es, eine Balance zwischen dem Profit- bzw. kommerziellen und Non-Profit, eher nicht kommerziellen Bereich, herzustellen, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Um diese Vorgaben erfolgreich umzusetzen, soll außerdem ein Kulturbeirat gegründet werden. Dieser Beitrat dient der Abstimmung der Programmplanung mit dem Betreiber. Ich freue mich, dass wir mit Ulf Glasenhardt einen neuen KUZ-Koordinator gefunden haben, der über gute Branchenkenntnisse verfügt und breit in der Region vernetzt ist. Er wird, davon bin ich überzeugt, den Aufbau und die Etablierung eines neuen kulturellen Zentrums im Mainzer Winterhafen meistern.

Ihr
Michael Ebling