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Rede des Oberbürgermeisters anlässlich des 80. Geburtstages von Karl Kardinal Lehmann

Pfingstmontag, 16. Mai 2016
Dom und Rheingoldhalle

Anrede,

zu Ihrem 80. Geburtstag gratuliere ich herzlich im Namen von Rat, Verwaltung und Bürgerschaft der Stadt Mainz.

Dies ist ein besonderer Tag auch für die Landeshauptstadt: der würdige Gottesdienst im Dom und dieser Festakt lenken Ehre und bundesweite Aufmerksamkeit auf unsere Stadt. Wirkungsvoll unterstrichen wird dies durch Rang und Zahl der hohen Gäste, die zu Ihren Ehren, Eminenz, nach Mainz gekommen sind und die ich herzlich willkommen heiße.

In die Freude über das Geburtstagsjubiläum mischt sich aufrichtiges Bedauern. Denn zu diesem Zeitpunkt haben Sie, Eminenz, den Heiligen Vater auch um Ihre Entpflichtung aus dem Amt des Bischofs von Mainz gebeten:

"Da lacht ein Aug‘ - und eines weint", so kann man auf Mainzer Art wohl am treffendsten die Gefühlslage vieler Mainzerinnen und Mainzer mit Blick auf die beiden Ereignisse beschreiben.

Sie, verehrter Herr Kardinal, sind seit 1983 Bischof des Heiligen Stuhles von Mainz. Sie sind damit der 87. Nachfolger des heiligen Bonifatius, der den Beinamen "Apostel der Deutschen" trägt und als Erzbischof den Mainzer Bischofsstuhl inne hatte. Sie stehen damit auch in der Nachfolge großer Mainzer Bischofspersönlichkeiten, um nur aus jüngerer Vergangenheit Vorgänger wie von Ketteler, Stohr oder Kardinal Volk zu nennen. Heute können Sie selbst auf ein bedeutendes Lebenswerk blicken:

Nicht nur  in der Weltkirche und unserem Bistum wurden und werden Ihre engagierten und anregenden Beiträge und Diskurse aufmerksam verfolgt, auch in die Gesellschaft hinein haben Sie damit starke Wirkung entfaltet. In herausfordernden Zeiten geben Sie vielen Menschen Orientierung. Diese Menschen sind Ihnen wichtig, mit ihren Nöten und Fragen, das haben Sie immer wieder betont, und das stellen Sie auch immer wieder in Wort und Tat unter Beweis.

Bei vielen Gelegenheiten, ob bei kirchlichen Festen und Messfeiern oder profan, bei städtischen Veranstaltungen, an denen Sie teilnehmen – immer ist auch Ihr herzliches Zugehen auf die Menschen, Ihr wohltuender Humor, Ihre Freude am Leben und am Glauben, den Sie vermitteln, und die Kraft, die Sie auf diese Weise weitergeben, zu spüren. Dabei haben Sie vieles erreicht in unserer Stadt (wie im Land), für das religiöse, geistige und kulturelle Miteinander wie auch für den sozialen Zusammenhalt.

Verehrter Herr Kardinal, Sie sind unserer Stadt in vielerlei Hinsicht eng verbunden, und repräsentieren dabei auch die vertrauensvollen Verbindungen von Stadt und Kirche in Mainz.

Als Ehrenbürger unserer Stadt verkörpern Sie Attribute, die man auch von den Beschreibungen der Gutenbergstadt Mainz als Hort der Lebensfreude kennt: weltoffen, tolerant, leben und leben lassen.

Die Mainzerinnen und Mainzer haben Sie durch Ihre zugewandt-bescheidene, unprätentiöse Art ins Herz geschlossen.

Da ist es nur verständlich, dass ich mich mit meinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern in der Freude über Ihre Absicht einig weiß, dass Sie uns auch über den Tag hinaus, vom Bischofshaus aus, vis a vis des Doms, mitten unter uns, in unserem Leben und Alltag begleiten werden.

Ich darf Ihnen dafür und für alles, was Sie für die Menschen bewegt und erreicht haben, im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Mainz herzlich danken und wünsche Ihnen an Ihrem Ehrentag für die Zukunft: etwas mehr Muße, Wohlergehen und Gottes Segen!