Neue Bestattungsarten
Neue Beisetzungsmöglichkeiten in Mainz
Die Asche des verstorbenen Familienmitglieds im Wald ausbringen oder sich das Grab mit seinem geliebten Haustier teilen: Zwei neue Beisetzungsmöglichkeiten, die der Wirtschaftsbetrieb Mainz als Inhaber der 12 städtischen Friedhöfe ab sofort auf dem Mombacher Waldfriedhof anbietet. Darüber hinaus gibt es auf dem Hauptfriedhof zwei neue Grabfelder für sogenannte Wasserurnen. Und auf allen Mainzer Friedhöfen sind jetzt auch Tuchbestattungen möglich. Eine entsprechende Satzung hat der Stadtrat beschlossen.
Auf dem Mombacher Waldfriedhof gibt es jetzt zwei neue Bereiche zum Ausbringen der Asche Verstorbener: Zum einen eine rund 100qm große Wiese, die in kleine Felder unterteilt wird. Dort bekommt quasi jeder Verstorbene einen eigenen Bereich, wo seine Asche unter dem Rasen verstreut wird.
Etwas weiter oben befindet sich ein sogenannter Waldstreupfad, wo die Asche am Rande eines kleinen Weges ausgebracht werden kann. Damit sollen die Menschen angesprochen werden, die sich eine möglichst naturnahe Beisetzung wünschen, aber trotzdem den Friedhof als letzte Ruhestätte und Ort der Erinnerung wählen.
Ebenfalls neu in Mombach ist ein Grabfeld für Mensch-Tier-Bestattungen. „Haustiere sind oftmals enge Wegbegleiter und emotionale Anker für uns Menschen. Daher ist für viele der Gedanke tröstlich, auch nach dem Tod mit dem Tier vereint zu sein. Und das möchten wir ermöglichen.“, erklärt Jeanette Wetterling.
Eine weitere neue alternative Beisetzungsform ist auf dem Mainzer Hauptfriedhof entstanden. Dort gibt es jetzt zwei Grabfelder für sogenannte Wasserurnen. Anders als übliche Urnen, wird diese circa 30 Zentimeter große Kugel nicht vergraben, sondern oberirdisch auf einem eingelassenen Betonsockel befestigt. Sie fängt das Regenwasser auf, das in Kontakt mit der Asche kommt und sie langsam an die Erde übergibt.




