Jugendschutz informiert: Digitaler Konsum – was steckt dahinter?
Im Rahmen der Reihe „Medienschutz des Monats“ greift der Fachbereich Kinder- und Jugendschutz/ Streetwork im Amt für Jugend und Familie der Landeshauptstadt Mainz jeden Monat ein anderes Thema aus dem digitalen Alltag auf.
Im September geht es um digitalen Konsum: Welche Ressourcen benötigen Streaming, Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz – und wie können digitale Angebote bewusster und nachhaltiger genutzt werden?
Digitaler Konsum ist längst Teil des Alltags von Kindern und Jugendlichen. Was hinter den digitalen Angeboten steckt, ist auf den ersten Blick unsichtbar: Streaming und Cloud-Dienste benötigen Rechenzentren, Geräte, Rohstoffe und Energie. Umso wichtiger ist es, auch bei digitalen Angeboten bewusst hinzuschauen: Was nutze ich tatsächlich, was speichere ich und welche digitalen Dienste brauche ich wirklich?
Je mehr Daten gespeichert und verbraucht werden, desto mehr Speicherorte und Ressourcen werden benötigt. Das betrifft beispielsweise Videos und Musik beim Streaming, gespeicherte Fotos und Dateien in der Cloud oder die Rechenleistung, die für Anfragen an KI-Systeme benötigt wird. Bereits kleine Veränderungen im digitalen Alltag können dazu beitragen, bewusster und nachhaltiger mit digitalen Angeboten umzugehen. Der Jugendschutz gibt einige einfache Tipps:
Streaming
- Auch mal niedrigere Auflösungen wählen, es muss nicht immer 4k sein
- Musik herunterladen anstatt sie jedes Mal neu zu streamen
- Wenn möglich, über WLAN statt über mobile Daten streamen
- Weniger Hintergrundbeschallung: Nur Inhalte streamen, die tatsächlich angesehen oder angehört werden
Nutzung von Cloud-Speichern
- Nur speichern, was tatsächlich benötigt wird
- Alte Fotos, Videos und Dateien regelmäßig löschen
Nutzung von Künstlicher Intelligenz
- Notwendigkeit hinterfragen: Jede KI-Anfrage benötigt Rechenleistung und Strom
- Mehrere Fragen bündeln statt viele einzelne Anfragen stellen
- Suche ohne KI
Digitale Lebenswelten verändern sich schnell – und damit auch die Fragen, mit denen Kinder, Jugendliche, Eltern und pädagogische Fachkräfte konfrontiert sind. Mit dem ‚Thema des Monats‘ greift der Mainzer Kinder- und Jugendschutz deshalb regelmäßig aktuelle Entwicklungen auf und gibt konkrete Anregungen für den Alltag. Der Jugendschutzbeauftragte im Amt für Jugend und Familie der Landeshauptstadt Mainz informiert auf der Website des Haus des Jugendrechts und auf dem Instagram-Kanal der Stadt Mainz regelmäßig über aktuelle Themen des Medienschutzes.
Der Medienschutz ist Teil der Präventionsarbeit des Jugendschutzes und bedeutet, Kinder und Jugendliche vor den Gefahren und Risiken des Internets und anderer digitaler Medien zu informieren und schützen. Der beste Schutz ist Medienkompetenz. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche sowie Eltern und pädagogische Fachkräfte für einen sicheren, bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien zu sensibilisieren und über aktuelle Entwicklungen und mögliche Risiken aufzuklären.