Mainzer Jugendkonferenz 2026
Am 5. November lädt die Landeshauptstadt bis zu 300 Jugendliche ins Bürgerhaus Hechtsheim ein. Anmeldung ist bis zum 29. Oktober möglich.
Die Mainzer Jugendkonferenz geht in die fünfte Runde: Am Donnerstag, 5. November, entwickeln bis zu 300 Jugendliche im Bürgerhaus Hechtsheim eigene Projektideen für ihre Stadt und stellen sie Vertreter:innen aus Verwaltung, Politik und weiteren Institutionen vor. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren, die in Mainz wohnen oder zur Schule gehen. Die Anmeldung ist noch bis zum 29. Oktober 2026 online hier (Öffnet in einem neuen Tab) möglich.
Kinder- und Jugenddezernentin Jana Schmöller: „Dieses Jahr feiern wir ein kleines Jubiläum: 2026 geht die Mainzer Jugendkonferenz bereits in die fünfte Runde. Auch in diesem Jahr wollen wir ein inklusives Beteiligungsmodell umsetzen. Möglichst viele Jugendliche mit unterschiedlichen Hintergründen und aus allen Schularten sollen dabei sein. Besonders wollen wir jüngere Schüler:innen gewinnen, die sich bisher noch nicht engagiert haben. Ich bin schon jetzt gespannt auf die Ergebnisse der Konferenz.“
So läuft der Konferenztag ab
Der Tag beginnt mit einem Crashkurs in Kommunalpolitik. Die Jugendlichen erfahren, wofür die Stadt zuständig ist und mit welchen Anliegen sie bei der Verwaltung richtig sind. Danach bleibt ein ganzer Vormittag, um sich auszutauschen, eigene Projektideen zu entwickeln und sie auf Plakaten festzuhalten.
Am Nachmittag wird es öffentlich: Beim „Gallery Walk“ präsentieren die Jugendlichen ihre Ideen Vertreter:innen aus Verwaltung, Politik und weiteren Kooperationspartnern. Daraus entstehen Projektpatenschaften und Projektgruppen. Sie haben ein Jahr Zeit, die Vorschläge zu bearbeiten und umzusetzen. Die Hälfte der Plätze ist für achte Klassen aller Schultypen reserviert, die übrigen Plätze sind frei buchbar.
Gelebte Demokratie für junge Menschen
Demokratie lebt vom Mitmachen, und das gilt für alle Altersgruppen. Die Landeshauptstadt Mainz setzt unter dem Leitspruch „Gemeinsam Mainz gestalten.“ auf Beteiligung statt Zuschauerrolle: Bürger:innen bringen ihre Ideen ein, die Stadt greift sie auf und macht ihr Handeln transparent. Für Jugendliche wurde 2022 die „Mainzer Jugendkonferenz“ ins Leben gerufen, um der jüngeren Generation eine Stimme zu geben.
Rückblick: Die Mainzer Jugendkonferenz seit 2022
Mehr als 1.000 junge Stimmen, ein Ziel: Bei den vergangenen vier Jugendkonferenzen diskutierten insgesamt 1.041 Jugendliche aus 24 Schulen darüber, was sich in ihrer Stadt ändern soll. Hinzu kamen insgesamt 270 Vertreter:innen aus Verwaltung, Politik und weiteren Institutionen, die großes Interesse an den Ideen der Jugendlichen zeigten und bereit waren, Patenschaften zu übernehmen. Ob Busse und Bahnen, Radwege, Umweltschutz, digitale Angebote oder Freizeit und Sport: Die Themenpalette war breit.
Das Amt für Jugend und Familie legt als Veranstalter Wert auf einen klaren Grundsatz: Die Jugendlichen bleiben nicht Ideengeber:innen, sondern haben das Steuer selbst in der Hand und entscheiden, wie ihre Projekte Gestalt annehmen. Wer erlebt, dass aus einer Idee ein Vorhaben wird, erfährt politische Selbstwirksamkeit aus erster Hand. Rückendeckung bekommen die Gruppen von ihren Projektpat:innen, die sie bei der Umsetzung ihrer Vorhaben unterstützen.
Dass aus Plakaten Projekte werden, zeigen die ersten vier Jahre. Aus der Konferenz 2022 ging die Müllsammel-Challenge „Rein am Rhein“ hervor: Sechs Wochen lang räumten rund 150 Kinder und Jugendliche Mainz auf. Die Idee kehrte zurück, denn 2025 organisierte die Gruppe „Grüne Stadt“ aus der Konferenz 2024 eine neue Challenge. Diesmal machten rund 300 Teilnehmende mit. Ebenfalls auf Wunsch von Jugendlichen entstand im Volkspark eine Calisthenics- und Basketballanlage, und im Jugendzentrum Bretzenheim steht seither eine Solar-Bank, an der sich Handys mit Sonnenenergie laden lassen.
Andere Gruppen suchten das Gespräch oder gleich die Bühne. Beim ÖPNV-Gipfel schilderten zehn Jugendliche Mitarbeitenden der Mainzer Mobilität, wie Busse und Bahnen im Alltag ankommen, etwa beim bargeldlosen Bezahlen. Beim Jugendevent „Summer on the dancefloor“ bei den Kanufreunden Mombach feierten rund 50 Jugendliche eine Party, die sie selbst auf die Beine gestellt hatten. Auch die jüngste Runde kommt voran: Für mehr Fahrradabstellplätze rund um ihre Schule setzen sich Schüler:innen ein, die Umsetzung läuft. Im Volkspark und auf dem Goetheplatz sollen zudem Sportboxen entstehen, aus denen sich Bälle und Trainingsgeräte ausleihen lassen. Nicht jede Idee ist sofort umsetzbar, aber jede wird gehört, und viele werden Wirklichkeit. Welche Ideen die Jugendlichen in diesem Jahr mitbringen, zeigt sich am 5. November im Bürgerhaus Hechtsheim.
Anmeldung und weitere Informationen
Jugendliche können sich bis zum 29. Oktober 2026 online anmelden:
https://jugend-in-mainz.de/juko-anmeldung (Öffnet in einem neuen Tab)
Weitere Informationen und Stand der Projektgruppen sind auf der Website „Jugend in Mainz" zu finden: https://jugend-in-mainz.de/juko (Öffnet in einem neuen Tab)