Sprungmarken
Dynamische Navigation einblenden
Dynamische Navigation ausblenden
Suche
Suche
Kopfillustration
Bild in voller Höhe anzeigen Bild in halber Höhe anzeigen
Sie befinden sich hier:
  1. Tourismus
  2. Sehenswertes
  3. Bauwerke
  4. Gräberstraße

Gräberstraße

Aufschlussreiche Grabbeigaben

Wer wissen möchte, wie Menschen in der Antike gelebt haben, der muss eigentlich nur ihre Gräber studieren. Anhand der Grabbeigaben, wie sie beispielsweise auf dem Gräberfeld aus dem 1. Jahrhundert im Mainzer Stadtteil Weisenau gefunden wurden, lassen sich dazu viele Rückschlüsse ziehen.

Dass das multinationale Legionslager Mogontiacum von Händlern aus Südeuropa beliefert wurde, lässt sich zum Beispiel an Grabbeigaben wie Oliven- und Dattelkernen ablesen.

Gräberstraße auf einen Blick

Zahlen, Daten, Fakten

Errichtet: Belegung der Friedhöfe in Weisenau vom 1. Jahrhundert bis etwa ins 2. Jahrhundert nach Christus

Historisches

In Mogontiacum wurden an mehreren Ausfallstraßen Grabstätten angelegt. Eine davon ist die Gräberstraße ("Via sepulcrum"). Sie führte entlang des Weges, der die beiden Militärlager auf dem Kästrich und in Weisenau miteinander verband. Auf etwa 2,5 Kilometern Länge entstanden im 1. Jahrhundert nach Christus einfachere Gräber für Soldaten und bald auch repräsentative Grabanlagen für die reichere Zivilbevölkerung hinzu.

Die Bestattung der Toten an verkehrsreichen Straßen erklärt sich übrigens aus dem Wunsch der Römer, nicht in Vergessenheit zu geraten. Die besten Plätze waren deshalb direkt am Straßenrand. Vorbeikommende sollten die Gräber sehen und der Toten gedenken.

Schon im nächsten Jahrhundert verlor dieser allerdings Begräbnisplatz wieder seine Bedeutung. Die Römer begannen damit, andere Plätze in Mogontiacum für Grabanlagen zu nutzen.

Grabbeigaben

Früchte und Oliven aus dem Mittelmeerraumerlauben den Rückschluss, dass das multinationale Legionslager Mogontiacum von Händlern aus Südeuropa beliefert wurde.

Zivilsiedlung

In den Grabbeigaben finden sich auch Anzeichen einer neben dem Militärlager zivilen Siedlung. Bestes Beispiel hierfür ist der Grabstein des Reeders Blussus. Der anderthalb Meter hohe Stein zeigt den Reeder und seine Gemahlin sowie entweder den Haussklaven Satto oder den Sohn Primus.

Ausgrabung

Von 1982 bis 1992 gab es in einem Teil des Gebiets der ehemaligen Gräberstraße Ausgrabungen. Dieser wurde archäologisch gut erschlossen und dokumentiert.

Heute

Über der ehemaligen Gräberstraße erstreckt sich eine dichte Bebauung. So finden sich nur noch selten weitere Überreste. Eine Grabeinfriedung mit rekonstruiertem Ausgrabungsbefund an der Ecke Bettelpfad/Göttelmannstraße  veranschaulicht die Via sepulcrum. Darüber hinaus finden Besucherinnen und Besuche hier Erläuterungen zu den damals üblichen Bestattungsriten.

Kontakt / Lage

Bettelpfad, Ecke Göttelmannstraße
55130 Mainz

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein bestmögliches Angebot und einen funktionierenden Online-Service zu präsentieren. Nähere Informationen und die Möglichkeit, die Verwendung von Cookies einzuschränken finden Sie unter 'Datenschutz'.

'Datenschutz'