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"Die Steine reden" - 100 Jahre Mainzer Denkmalfriedhof

Vortrag am 18. November, 17 Uhr im Besuchszentrum Judensand

schwartz-weiß Foto mit festlich gekleidete Menschen die um einen Grabstein stehen
Eröffnung des Denkmalfriedhofs 1926 - die jüdische und christliche Stadtgesellschaft versammelt sich um die Zeugen der mittelalterlichen Geschichte

1926 wurden auf dem alten jüdischen Friedhof in Mainz mittelalterliche Grabsteine aufgerichtet. Damit erschufen die Rabbiner Dr. Siegmund Salfeld und Dr. Sali Levi einen einzigartigen Erinnerungsort für die Mainzer SchUM-Tradition. Zur Einweihung des Denkmalfriedhofs versammelten sich Vertreter der jüdischen und christlichen Gemeinden, Politiker der Stadt Mainz und des Landes Hessen. 

Denn die jüdische Gemeinde und ihre Mitglieder waren damals fest im städtischen Leben verankert. Jüdische Mainzerinnen und Mainzer engagierten sich in Politik, Kultur und Bildung und spendeten großzügig für soziale Zwecke. Zugleich mussten sie sich noch immer gegen offen geäußerten Antisemitismus zur Wehr setzen, der nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend aggressiver und radikaler zu Tage trat.

französische Soldaten und Zivilisten vor der Synagoge in der Hindenburgstraße
Synagoge Hindenburgstraße

Anhand der erhaltenen Quellen sollen das jüdische Leben der Stadt und die Hintergründe der Entstehung des Denkmalfriedhofs beleuchtet werden.

Diese Veranstaltung findet im Sali-Levi-Haus, UNESCO-Besuchszentrum (Dr.-Siegmund-Salfeld-Platz 1, 55122 Mainz) statt.

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