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Mainz - eine Stadt mit vielen 'Historischen Gesichtern' : Engagierte Stifter ermöglichen neue Hinweistafeln zu Zeugnissen aus der Römerzeit
Die Tafeln der Reihe „Historisches Mainz“ erzählen seit 1993 die Bau- und die Kulturgeschichte Mainzer Denkmäler. Erneut haben großzügige Stifter die Finanzierung von Hinweistafeln übernommen. Heute stellte Oberbürgermeister Beutel in der Römerpassage die neuen Tafeln der Reihe „Historisches Mainz“ zusammen mit den Stiftern Prof. Dr. Frieder Hessenauer, Präsident der Landesärztekammer, und Dr. Gerd Rupprecht (Landesarchäologe und Initiative Römisches Mainz) der Öffentlichkeit vor.
Die Tafeln der Reihe "Historisches Mainz" erzählen seit 1993 die Bau- und die Kulturgeschichte Mainzer Denkmäler. Eine Vielzahl an Bauten trägt heute eine Tafel "Historisches Mainz": eine reiche Zahl an Denkmälern, an Denkmal-Resten, die nach den schweren Kriegszerstörungen zum Teil in Gebäude integriert oder von den Denkmalpflegern mit viel Mühe wieder ins rechte Licht gerückt wurden. Jede Tafel - so die Konzeption der Reihe - hebt Denkmäler, Orte und Gebäude in Mainz mit historischem Bezug hervor. In der Vergangenheit konnten dank engagierter Spenderinnen und Spender viele solcher Gedenktafeln in Mainz angebracht werden.
Erneut haben großzügige Stifter die Finanzierung von Hinweistafeln übernommen. Heute stellte Oberbürgermeister Beutel in der Römerpassage die neuen Tafeln der Reihe "Historisches Mainz" (Texte der Tafeln: siehe Anlagen) zusammen mit den Stiftern Prof. Dr. Frieder Hessenauer, Präsident der Landesärztekammer, und Dr. Gerd Rupprecht (Landesarchäologe und Initiative Römisches Mainz), der auf die Geschichte der nun dokumentierten Denkmäler einging, der Öffentlichkeit vor:
1. Isis- und Mater Magna Heiligtum vor dem Eingang der Taberna vor der Römerpassage (Stifterin: Landesärztekammer Rheinland-Pfalz)
2. Spätrömisches Stadttor. Errichtet um 360/370 n.Chr, (Stifter: Dr. Gerd Rupprecht)
Der Oberbürgermeister dankte den Spendern - Prof. Dr. Hessenauer und Dr. Gerd Rupprecht - mit der Übergabe einer Urkunde.
"’Historisches Mainz. Mainzer Geschichte sichtbar machen’ - unter dieses Motto haben wir unsere Aktion zur Beschilderung der Mainzer Denkmäler, Bauten, historischen Orte und Plätze gestellt", sagte Oberbürgermeister Beutel: "Vor mehr als 15 Jahren begann die Umsetzung der Aktion mit großer Unterstützung von Mainzer Unternehmen, Institutionen. Und in den vergangenen Jahren, was mich besonders berührt, auch immer stärker durch Privatpersonen."
155 Tafeln umfasse die Reihe ‚Historisches Mainz’ zusammen mit den neuen Hinweistafeln inzwischen. OB Beutel: "Möglich gemacht hat dies ein gutes Stück Teamarbeit, das mittlerweile unserer Innenstadt, aber auch vielen Stadtteilen ein Stück historischer Identität und Unverwechselbarkeit zurückgegeben hat. Der heutige Termin stellt erneut etwas Besonderes dar, macht er uns doch deutlich, was sich erreichen lässt, wenn engagierte Bürgerinnen und Bürger bzw. der Stadt Mainz sich eng verbundene Institutionen gemeinsam anpacken."
Mit der Stadt Mainz fühlt sich die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz eng verbunden. "Schließlich haben wir hier in der Landeshauptstadt unseren Sitz", so Landesärztekammer-Präsident Professor Dr. Frieder Hessenauer. Sich einzubringen und sich zu engagieren, sei für Ärztinnen und Ärzte wichtig. Hessenauer: "Die eigene Geschichte zu kennen und auch für spätere Generationen zu bewahren, ist Grundlage für zukunftsfähige Weiterentwicklungen. Wer seine Wurzeln kennt, kann auch selbstbewusst nach vorne schauen!"
Das ‚Historische Mainz’ zeige deutlich die Verantwortung und die Aufgabe, die historischen Zeugnisse in Mainz zu erhalten, stellte Oberbürgermeister Beutel fest. Die Begrenztheit der öffentlichen Mittel setze dabei jedoch gewisse Grenzen in der Denkmalpflege. Nicht alle historischen Bauten und Denkmäler könnten von der Stadt Mainz in der gewünschten Art und Weise wieder hergestellt, oftmals nicht einmal so unterhalten und gepflegt werden, wie es diesen historischen Objekten zustünde, erläuterte der Oberbürgermeister mit Blick auf die Denkmäler Kurfürstliches Schloss und Eisenturm. "Dennoch gibt es für diese beiden Denkmäler, wie auch für andere, etwa der Industriekultur wie das historische Kesselhaus der Stadtwerke, in der neuen Funktion als Kunsthalle Grund zu Optimismus", dankte OB Beutel allen, die die Anliegen der Denkmalpflege und der Bewahrung des überlieferten Erbes großherzig unterstützen.
Im Rahmen der Reihe wurden die 2000 Jahre Stadtgeschichte in sechs große, farblich definierte Kapitel unterteilt: die römische Zeit (rot), das Mittelalter (gelb), die Neuzeit (dunkelblau), das 19.Jahrhundert (grün), das 20. und 21. Jahrhundert (hellblau) sowie das Kapitel "Gedenken-Mahnen-Handeln" (anthrazit). Die Kosten für eine Denkmalpatenschaft reichen von der kleinen Hinweistafel im Format 24 x 24 Zentimeter für 250 Euro bis hin zur größten Stele für 2.000 Euro inclusive Bodenarbeit und Verankerung.
(ekö)