Inhalt anspringen
23. Oktober 2026

Baubeginn - Umsetzung der ersten Entsiegelungsmaßnahmen

Janina Steinekrüger: „Erste Projekte im Stadtgebiet setzen wichtiges Signal zur Klimaanpassung - jeder Schritt hilft weiter“

Zwei Entsiegelungsmaßnahmen im Mainzer Stadtgebiet stehen bevor bzw. wurden soeben gestartet. Zum einen ist die Entsiegelung der Gehwegbereiche Kaiserstraße/Boppstraße (rund 135qm neue Grünflächen) im ersten Asphaltschnitt der Kaiserstraße seit dem gestrigen Donnerstag, 22.10., in der Umsetzung. Es folgt dann der Bereich Schönbornstraße/Holzhofstraße (ca. 63qm neue Grünflächen). 

Die große Gehwegfläche Kaiserstraße/Boppstraße, welche nach der Umlegung der Abbiegespur entstanden war, wird in Teilen entsiegelt und aufgewertet. Hier waren im Vorfeld viele Belange zu berücksichtigen – so die Feuerwehrrettungswege, Leitungslagen, Wegebeziehungen und der Denkmalschutz. Die neue Begrünung erfolgt mit einen Baum, einzelnen Sträuchern und einer Staudenpflanzung.

An der Schönborn-/Holzhofstraße ist dann der Baubeginn für Mittwoch, 04.11.2026 terminiert. Hier werden die vorhandenen Baumscheiben zu größeren Grünflächen zusammengelegt und mit bodendeckenden Sträuchern und Stauden bepflanzt.

Die Entsiegelung im Bereich des Gehwegs in der Altenauergasse/ Hintere Christofsgasse (ca. 48qm neue Grünfläche) ist zudem bereits beauftragt. Diese Arbeiten sollen Mitte November nach diversen Voruntersuchungen starten.

Die Klimaanpassung ist zentrale Aufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge - einen wichtigen Bestandteil stellt hierbei die Entsiegelung des stark verdichteten innerstädtischen Raumes dar.

Ein Set von ersten Entsiegelungsmaßnahmen wurde in einer Arbeitsgemeinschaft mehrerer Fachleute innerhalb der Verwaltung erarbeitet, der jetzt sukzessive umgesetzt werden soll. Dazu gehören die Entsiegelungsprojekte 

  • Kaiserstraße / Ecke Boppstraße, 
  • Holzhofstraße / Ecke Schönbornstraße, 
  • Altenauergasse, 
  • Reichklarastraße / Ecke Flachsmarktstraße, 
  • der Balthasar-Maler-Platz,
  • Neubrunnenstraße und 
  • Barbarossaring.

Weitere Maßnahmen sind in der Planung und sollen folgen. 

„Flächenverfügbarkeit“ - nicht jede Wunschfläche ist entsiegelbar 

Die Auswahl der Projekte richtet sich nach der Dringlichkeit der lokalen klimatischen Verhältnisse („Wärmeinseln“) sowie des lokalen Grünflächendefizits. Zudem ist auch die Größe der möglichen, zu entsiegelnden Fläche entscheidend, damit der bauliche Aufwand und der erzielte Nutzen in einem sinnvollen Verhältnis stehen. 

Eine Problematik bei der Entsiegelung ist die Verfügbarkeit von Flächen. Viele versiegelte, vermeintlich geeignete Flächen scheiden aus, weil andere Nutzungen entgegenstehen oder wichtige Belange berührt sind und dem entgegen sprechen – dabei müssen viele Themenbereiche und Zwänge mitgedacht werden, ob Zufahrten für Feuerwehr und Rettungsdienste, vorhandene Kabel im Erdreich, Leitungen und Kanäle im Boden, Veranstaltungen, Verkehrswege, Denkmalpflege…

Daher ist aus den geschilderten Erwägungen die Herstellung von Grünflächen in der Regel einfacher umsetzbar als Baumpflanzungen. Zugleich ist der Koordinierungsaufwand bei allen Maßnahmen hoch.

Da städtische Haushaltsmittel zudem endlich sind, werden in diesem Segment verstärkt Fördermittel eingeworben. Für erste Maßnahmen sind Gelder aus dem Bundesprogramm NKK („Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“) mit 80% Förderung zugesagt. Das Gesamtvolumen der ersten Entsiegelungen liegt bei rund 950.000 EUR. Hier sind Fördermittel über rund 500.000 EUR zugesagt. 

Die Dezernentin für Umwelt und Mobilität, Janina Steinkrüger: „Dass wir nun den Start der ersten Entsiegelungsprojekte im Stadtgebiet verkünden können, erfreut mich und setzt ein wichtiges Signal zur Klimaanpassung. Jeder Schritt im Stadtgefüge hilft uns weiter. Bedanken möchte ich mich besonders bei dem hoch engagierten Team der Entsiegelungs-AG, die mit ihrem Einsatz und Ideen diese Projekte möglich machen.“ 

Erläuterungen und Hinweise

Sprachauswahl

Schnellsuche