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Sommer - Sonne - Sonnencreme

Durch eine zunehmende Intensität der Sonnenstrahlen und die erhöhte Anzahl von Sonnenscheinstunden im Jahr erreicht inzwischen mehr UV-Strahlung unsere Erdoberfläche. Dieser Umwelttipp informiert zum richtigen Verhalten bei Sonne, wie Sie Ihren Hauttyp und die individuelle Verweildauer herausfinden und Sonnenschutzmittel wirkungsvoll anwenden.

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Sonnenbad nur mit Sonnenschutz

Erhöhte Sonnenbrandgefahr

Uns allen bekannt sind die durch den Menschen verursachten Emissionen von bestimmten Kältemitteln und Treibgasen (z.B. FCKW), die zum stärksten Rückgang der Ozonschicht in der Stratosphäre im Jahr 2000 führten. Nach einer Erholung stellten Forscherteams 2018 fest, dass in den tieferen Schichten der Stratosphäre über den mittleren Breiten (auch in Deutschland) die Ozonschicht erneut dünner wird. Als mögliche Ursachen werden nun die globale Erwärmung und kurzlebige chlor- und bromhaltige Chemikalien vermutet. 

 

Laut Bundesamt für Strahlenschutz hat dies zu einem Anstieg der UV-Bestrahlungsstärke um ungefähr 7 Prozent im Winter und Frühling sowie ungefähr 4 Prozent in Sommer und Herbst zur Folge. Gemeint ist hierbei die zunehmende Intensität der Sonnenstrahlung (in Watt pro Quadratmeter), die die Sonnenbrandgefahr erhöht. Wir sehen in den letzten Jahrzehnten in Deutschland eine Verringerung der Bewölkung und einen Anstieg der jährlichen Sonnenscheinstunden auf der Erdoberfläche. Zusätzlich verursachen durchziehende Ozon-arme Luftmassen, sogenannte „Niedrigozonereignisse“, plötzliche und unerwartet auftretende hohe UV-Bestrahlungsstärken.

Gesundheitliche Auswirkung der Sonneneinstrahlung

Gesundheitlich relevant sind die Ende März / Anfang April auftretenden Niedrigozonereignisse, weil zu dieser Jahreszeit hohe UV-Bestrahlungsstärken, wie sie im Frühsommer normal sind, nicht erwartet und darum die hierfür notwendigen Sonnenschutzmaßnahmen nicht bedacht werden. Unbemerkt droht eine UV-Überlastung von Haut und Auge, denn UV-Strahlung ist für den Mensch nicht wahrnehmbar. Darum ist es wichtig, schon im zeitigen Frühjahr den UV-Index (UVI), ein international standardisiertes Maß für die sonnenbrandwirksame UV-Strahlung, regional und tageszeitbedingt abzufragen, siehe Linkliste unten. Der UVI schwankt zwischen 1 (niedrig) bis 11 (extrem).

 

UV-Strahlung ist die Hauptursache für Hautkrebs, die weltweit häufigste Krebserkrankung hellhäutiger Menschen, neben Krebserkrankungen an den Augen und der UV-bedingten Linsentrübung (Katarakt, Grauer Star). Je mehr Sonnenbrände in der Kindheit erfolgen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, im Erwachsenenalter an Hautkrebs zu erkranken. Kinderhaut ist um ein Vielfaches dünner, als die von Erwachsenen und kann noch nicht ausreichend Pigmente produzieren, die als körpereigener Schutz gegen UV-Strahlen fungieren.

Was für ein Hauttyp bist Du?

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ist für lichtbedingte Hautschäden sowohl die sonnenbrandauslösende UV-B-Strahlung als auch die UV-A-Strahlung verantwortlich. Die schädliche Wirkung der UV-A-Strahlung ist nicht unmittelbar erkennbar, sondern macht sich in Form von Langzeitschäden bemerkbar: Die Haut altert schneller, entwickelt Pigmentflecken und im schlimmsten Fall sogar Hautkrebs. 

 

Wichtig zu wissen ist, dass die Verweildauer in der Sonne vom jeweiligen Hauttyp abhängt. Der Eigenschutz, je nach Hauttyp, beträgt nämlich nur 5 bis maximal 30 Minuten. Wenn Ihre Haut braun wird, ist das ein natürlicher Schutzmechanismus. Die UV-Strahlung der Sonne dringt in die Haut ein und beschädigt dort die Zellen. Um sich vor weiteren Schäden zu schützen, bildet der Körper vermehrt den dunklen Farbstoff Melanin, der die UV-Strahlen absorbiert und ableitet, jedoch nicht vor Sonnenbrand schützt. Je nach Empfindlichkeit gegenüber UV-Strahlung werden insgesamt sechs Hauttypen unterschieden. Wer seinen Hauttyp kennt, kann den Sonnenschutz genau auf die Bedürfnisse seiner Haut ausrichten. Hauttyptest, siehe Linkliste unten.

Richtiges Verhalten bei Sonne

Laut Bundesamt für Strahlenschutz ist die Zeit zwischen 11 bis 15 Uhr in Bezug auf Sonnenstrahlung kritisch. Es empfiehlt, in dieser Zeit die Sonne zu meiden. 

 

Der beste und einfachste Schutz ist mit Kleidung und einer Kopfbedeckung zu erreichen. Die Kopfbedeckung sollte auch die Ohren und den Nacken schützen und die Augen beschatten. Bei den Schuhen auch an die Bedeckung der Fußrücken denken. Beim Baden wird die UV-Strahlung durch das Wasser reflektiert und die Strahlungswirkung dadurch verstärkt. Hier bieten z.B. ein T-Shirt oder spezielle UV-Badebekleidung wirkungsvollen Schutz. Tragen Sie eine Sonnenbrille, um Augenschäden vorzubeugen. Achten Sie bei der Filterwirkung auf den Herstellerhinweis zum absoluten UV-Schutz (UV 400) und einen ausreichenden Seitenschutz. Falls Sie Medikamente einnehmen, sind mögliche Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Sonnenlicht (fototoxische Reaktionen) zu beachten.

Damit es wirkt: Sonnenschutz korrekt auswählen und anwenden

Beim Aufenthalt in der Sonne wird nur die unbedeckte Haut mit Sonnenschutzmittel, welches das Auftreten eines Sonnenbrandes verzögert, geschützt. Der Lichtschutzfaktor (LSF) beschreibt den Schutz vor UV-B-Strahlung. Er gibt an, wie viel länger man sich theoretisch mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies ohne das Sonnenschutzmittel möglich wäre. Mit einer einfachen Formel (Lichtschutzfaktor x Hauttyp = maximale Verweildauer) kann man unter Berücksichtigung der Eigenschutzzeit für den individuellen Hauttyp die ungefähre maximal geschützte Aufenthaltsdauer in der Sonne ermitteln.

 

Wussten Sie es? So viel Sonnencreme ist nötig: Um den auf dem Sonnenschutzmittel ausgewiesenen Lichtschutzfaktor zu erreichen, müssen 2 Milligramm (mg) des Sonnenschutzmittels pro Quadratzentimeter Haut aufgetragen werden. Das sind bei einem Erwachsenen vier gehäufte Esslöffel für den ganzen Körper. Bei einer 200-Milliliter-Flasche ist also nach fünf Mal Eincremen die Flasche leer, bei zwei bis drei Mal Nachcremen pro Tag hält also das Sonnenschutzmittel für zwei Tage. 

 

Wird zu wenig aufgetragen oder wird das Sonnenschutzmittel durch Abwaschen oder Abreiben verringert, reduziert das den Lichtschutzfaktor. Um die Wirksamkeit des Sonnenschutzmittels zu erhalten, ist es wichtig, wiederholt einzucremen. Dadurch erhält man aber nur die Wirksamkeit - die Dauer der Wirkung wird nicht verlängert. Es sollte auch 20 - 30 Minuten vor dem Aufenthalt in der Sonne aufgetragen werden. Erst dann kann man sicher sein, dass der Schutz vollständig besteht.

 

Checken Sie beim Kauf von Sonnenschutzmitteln folgende Punkte:

  • Das Produkt weist den mindestens empfohlenen LSF 30 (hoher Schutz) auf. Aufenthalte in großen Höhen, auf Schnee, am und im Wasser und in sonnenreichen Regionen erfordern ein Sonnenschutzmittel mit einem sehr hohen LSF (50+, sehr hoher Schutz). Für Kinder sowie UV-empfindliche Personen und Menschen mit Hauttyp I und II ist ebenfalls ein sehr hoher Schutz empfehlenswert.
  • Auf dem Produkt ist deutlich lesbar der Schutz vor UV-A-Strahlung ausgewiesen.
  • Die Inhaltsstoffe sind wegen möglicher Überempfindlichkeiten gelistet.
  • Meist besteht eine Haltbarkeit von zwölf Monaten nach Öffnen bei kühler und dunkler Lagerung. Generell sollte man aber geöffnete Flaschen aus dem letzten Jahr nicht mehr verwenden.

Übrigens wirken Sonnencreme, Sonnenlotion (auch Sonnenmilch genannt) und Sonnengel gleich gut. Ihre Unterschiede liegen in der Zusammensetzung, beziehungsweise der Art, wie die unterschiedlichen Inhaltsstoffe gelöst wurden. Die früher verwendete Produktbezeichnung „Sunblocker“ wird nicht mehr verwendet, da Verbraucher:innen fälschlicherweise einen vollständigen Schutz vermuten könnten.

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