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Bürgerservice (Foto: Kristina Schäfer)
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Karmeliterplatz / Umfeld St. Christoph

Planung Karmeliterplatz
Planung Karmeliterplatz© Landeshauptstadt Mainz - Stadtplanungsamt

Die 2006 begonnene Überarbeitung des Entwurfes für den Karmeliterplatz / Umfeld St. Christoph wurde 2007 abgeschlossen und von den politischen Gremien beschlossen. Erarbeitet wurden zwei unterschiedliche Lösungen, die Minimalvariante und die Maximalvariante. Die Minimalvariante umfasst das Aufräumen des Untersuchungsgebietes ohne weitgehende Eingriffe in die Ober- und Freiflächenstruktur. Dabei sollen vordergründige Defizite mit einem vergleichsweise geringen Aufwand beseitigt werden. Der Maßnahmenkatalog umfasst z.B. die Rücknahme von Sträuchern zu Gunsten einer ruhigen Rasenfläche, Rückbau der Hochbeete, etc. Die Umsetzung der Minimalvariante führt zu einer "kosmetischen" Verbesserung der heutigen Situation, jedoch grundsätzlich zu keiner umfassenden Lösung.

Ein ganzheitlicher Lösungsansatz wird in der Maximalvariante vorgeschlagen. Sie beinhaltet die Neugestaltung und Neuordnung im gesamten Umfeld, unter Auseinandersetzung mit dem Bestand, der Geschichte, den heutigen Funktionen sowie den Potentialen und Defiziten des Bereiches.
Im Entwurf werden vier in ihren Funktionen und Strukturen unterschiedliche Bereiche differenziert betrachtet, was eine Umsetzung in Phasen ermöglicht.

Umfeld St. Christoph - "Informieren - Gedenken - Erinnern", Hintere Christofsgasse und Christofsgäßchen (Phase 1)

Die Grundidee leitet sich aus dem Bestand sowie aus der Auseinandersetzung mit der Funktion der Ruine als Mahnmal, aber auch als Ort der Information (Tourismus), des Gedenkens und der Geschichte ab. Die Freiflächenstruktur soll ruhiger und klarer werden, ohne die Freiraumfunktion in Frage zu stellen.

Informieren: Das bereits vorhandene Podest soll durch Sitzmöglichkeiten und einen dauerhaften Info-Punkt ergänzt und damit zur Informationsplattform werden. Hier könnten zukünftig Touristen- und Schulgruppen einen guten Überblick über das Mahnmal und die Mainzer Geschichte erhalten.

Gedenken: Der ehemalige Innenraum der Kirche soll in seiner Funktion als Mahnmal gestärkt werden. Er wird zum Ort der Stille. Ein Ausstellungskonzept soll den Besucher zum Nachdenken anregen.

Erinnern: Südwestlich der Ruine soll eine Rasenfläche die historische Bebauung nachzeichnen, die z.T. bis 1,5 m dicht an die Ruine reichte. Die Rasenfläche bietet Raum für eine künstlerische Inszenierung zum Thema Erinnern z.B. durch Stelen. Die Hintere Christofsgasse und das Christofsgäßchen werden jeweils als "Rückgrat" des Bereiches ausformuliert und mit Natursteinpflaster umgestaltet.

Christofstraße (Phase 2)

Neben dem Rückbau der Hochbeete soll auch die Oberfläche gestaltet werden. Das vorhandene Beton-Knochenpflaster soll durch anthrazitfarbene Betonplatten mit Natursteinbändern ersetzt werden. Damit wird der eigentliche Straßenkörper wieder stärker formuliert.

Karmeliterplatz (Phase 3)

Durch eine neue Oberflächenstruktur soll der historische Karmeliterplatz wieder stärker zur Geltung kommen. Die Platzkanten (Gartenmauer, Karmeliterkloster, etc.) sollen zudem betont werden. Der Spielbereich wird hierzu umgestaltet, die vorhandenen Büsche werden beseitigt. Der Spielplatz wird integrierter Bestandteil des Platzes. Der Karmeliterplatz soll mit Natursteinplatten gepflastert werden.

Vorfeld VHS, Mitternachtsgasse (Phase 4)

Das Vorfeld der VHS wird als eigenständiger Bereich definiert und durch Betonplatten gestaltet. Analog zur Gestaltung der Christofsstraße wird die Mitternachtsgasse zwischen Karmeliterplatz und Bauerngasse neu gestaltet. Der eigentliche Straßenraum erhält hierzu eine Oberfläche aus Betonplatten mit Natursteinbändern, die "Restflächen" und Parkplätze werden mittels Betonplatten gepflastert.

Beleuchtung

Eine Umrüstung der funktionalen zu dekorativer Beleuchtung ergänzt den Entwurf. Zusätzlich wird die Inszenierung der Gartenmauer oder der Stelen mittels Licht vorgeschlagen.

Weiteres Vorgehen

Die politischen Gremien haben die Ideen und Entwürfe im Herbst 2007 befürwortet. Aufgrund der Haushaltslage ist die notwendige Finanzierung von insgesamt ca. 800.000 Euro derzeit nicht gesichert. Eine Umsetzung kann deshalb nur nach Haushaltslage bzw. mit Unterstützung von Sponsoren oder Fördermitteln umgesetzt werden.

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