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Mainzer Bündnis für Kinderrechte

Das Bündnis möchte die Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention bekannt machen und für ihre Umsetzung eintreten. Zahlreiche Institutionen engagieren sich im Bündnis und organisieren jedes Jahr den Weltkindertag. 2021 ist der Weltkindertag für den 25. September als "Meile der Kinderrechte" auf der Ludwigstraße im Herzen der Stadt geplant.
  • Meile der Kinderrechte - Weltkindertag 2021

    Kinder malen ihre Rechte - Gemeinschaftsbild Kirsten Werner © Kirsten Werner
    Der Weltkindertag wird am 25. September von 11 bis 15 Uhr als Meile der Kinderrechte auf der Ludwigstraße stattfinden. Das Mainzer Bündnis für Kinderrechte informiert an zahlreichen Ständen mit schönen und abwechslungsreichen Aktionen, Spielen und Informationen. Im Zentrum steht in diesem Jahr das rheinland-pfälzische Motto "Kinderrechte - nicht ohne uns!" Dahinter steht die Forderung "Kinderrechte ins Grundgesetz"! Alle Familien, Kinder und Jugendlichen sind herzlich eingeladen. Foto: © Kirsten Werner

Kinderrechte schaffen Zukunft!

Kinderrechte: nicht ohne uns!

Das rheinland-pfälzische Thema der letztjährigen Veranstaltung zum Weltkindertag lautete „Kinderrechte ins/im Grundgesetz!?“. 2021 heißt das Motto "Kinderrechte: nicht ohne uns!"

Aber warum brauchen wir einen Tag für die Rechte der Kinder?

  • Die Rechte der Kinder werden nicht in allen Ländern genug beachtet.
  • Millionen Kinder leider unter Hunger und Gewalt, viele müssen arbeiten gehen, können nicht zur Schule gehen.
  • Wir müssen zeigen, dass es auch bei uns nicht allen Kindern gut geht; viele Kinder sind z.B. von Armut bedroht.
  • Jedes Kind, jeder Jugendliche braucht Anerkennung, Schutz und die Möglichkeit, Zugehörigkeit zu erfahren.
Der Weltkindertag 2021 wird voraussichtlich als Meile der Kinderrechte von der Fuststraße bis zur Weißliliengasse entlang der "Lu" im Herzen der Mainzer Innenstadt stattfinden. Termin ist der 25.09.2021. An den Ständen des Mainzer Bündnis für Kinderrechte wird es Spiele und Aktion geben, die für einen abwechslungsreichen, interessanten und sehr besonderen Tag anlässlich der Kinderrechte sorgen.

Kinder lernen nähen

afemdi-projekte Deutschland e.V. ist ein Mitglied im Mainzer Bündnis für Kinderrechte. An der Meile der Kinderrechte konnten im letzten Jahr an Tret-Nähmaschinen Kinder-Mundschutzmasken genäht und Freundschaftsbändchen geknüpft werden. afemdi setzt sich intensiv für die Kinderrechte in Kamerun ein. Vom Verein betreute Mädchen wollen Schneiderinnen werden, denn mit diesen Kenntnissen können sie später ihren Lebensunterhalt verdienen. Die auf der Meile der Kinderrechte gesammelten Spenden fließen in die Schul- und Berufsausbildung der Mädchen in Kamerun.

Mainzer Bündnis für Kinderrechte

Dem Mainzer Bündnis für Kinderrechte gehören zahlreiche Organisationen an: Mainz denkt global-Agenda-Büro der Landeshauptstadt Mainz, Aktion Tagwerk e.V., Human Help Network e.V., die action 365, das Amt für Jugend und Familie (Haus der Jugend), Flüsterpost e.V. (Unterstützung für Kinder krebskranker Eltern), der Kinderschutzbund Mainz, UNICEF-Arbeitsgruppe Mainz, ISUV-Interessenverband für Unterhalt und Familienrecht, KIM – Kinder im Mittelpunkt e.V., afemdi-projekte Deutschland, der Verein Väteraufbruch für Kinder, Plan International, Mobile - Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst und der Stadtjugendring.

Mitglieder im Mainzer Bündnis für Kinderrechte

Hintergründe zum Weltkindertag und den Kinderrechten

Hintergründe zum Weltkindertag

Der 21. September 1954 war die Geburtsstunde des Weltkindertages. Die Vollversammlung der Vereinten Nationen empfahl seinen Mitgliedsstaaten einen weltweiten Kindertag einzurichten, um sich für die Rechte der Kinder einzusetzen und die Freundschaft zwischen Kindern und Jugendlichen weltweit zu fördern. Der Weltkindertag wird in über 145 Nationen gefeiert, immer an einem anderen Datum. In Deutschland hat man sich für den 20. September entschieden. Der Weltkindertag ist mittlerweile ein bundesweit viel beachtetet Ereignis, er wird in über 400 Städten und Gemeinden als Kinder- und Familienfest gefeiert.

Kinderrechte

Zusammenfassung der UN-Kinderrechtskonvention in 10 Kinderrechte
  • Das Recht auf Gleichbehandlung und Schutz vor Diskriminierung unabhängig von Religion, Herkunft und Geschlecht.
  • Das Recht auf einen eignen Namen und eine Staatszugehörigkeit.
  • Das Recht auf Gesundheit.
  • Das Recht auf Bildung und Ausbildung.
  • Das Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung.
  • Das Recht auf eine eigene Meinung und sich zu informieren, mitzuteilen, gehört zu werden und zu versammeln.
  • Das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung und eine Privatsphäre.
  • Das Recht auf sofortige Hilfe in Katastrophen und Notlagen wie Armut, Hunger und Krieg und auf Schutz vor Vernachlässigung, Ausnutzung und Verfolgung.
  • Das Recht auf eine Familie, elterliche Fürsorge und ein sicheres Zuhause.
  • Das Recht auf Betreuung bei Behinderung

Warum müssen wir uns um die Kinderrechte kümmern?

UN-Sonderbeauftragter für Jugend Ravi Karkara hält fest:

  • Die Welt war nie jünger als heute; 23 % der Weltbevölkerung sind zwischen 12 und 24 Jahren als (1,6 Milliarden Menschen).
  • Das Leben findet für diese Generation hauptsächlich in den Städten statt.
  • Der Zugang zu wirtschaftlichen, natürlichen, politischen und sozialen Ressourcen ist für Heranwachsende in aller Welt eine Herausforderung.
  • Beteiligung als Grundprinzip der UN-Kinderrechtskonvention scheint kontroverser, komplizierter und schwieriger umzusetzen als Maßnahmen für Überleben, Entwicklung und Schutz.
  • Wirksame und sinnvolle Beteiligung hängt von vielen Faktoren ab: Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes, Bereitschaft der Eltern und anderer Erwachsener zum Dialog, von sicheren Orten in Familie, Gemeinde und Gesellschaft, die einen Dialog ermöglichen, Alter und Reife der Kinder berücksichtigen.
  • Kinder sollten nicht unter Druck gesetzt, eingeschränkt oder beeinflusst werden, sie sollten ihre Meinung frei zum Ausdruck bringen können, nicht das Gefühl haben, manipuliert worden zu sein.Unter 18 Jährige haben keine Wahlberechtigung, können daher keinen Einfluss auf Entscheidungsprozesse nehmen.
  • Junge Menschen müssen als Schlüsselressource erkannt werden. Sie sind Träger von Rechten und von Verantwortung.
  • Junge Menschen müssen über ihr Recht auf freie Meinungsäußerung und auf Beteiligung an sie betreffende Entscheidungsprozesse informiert und dazu angehalten und ermutigt werden!

Adresse

Frau Dr. Sabine Gresch
nachhaltige Stadtentwicklung, Agenda-Büro
Stadtverwaltung Standort Malakoff Passage
Rheinstraße 4G
55116 Mainz
Telefon
+49 6131 12-3730
E-Mail
Sabine.Greschstadt.mainzde

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