Wenn Sie suchtkrank sind, können Sie sich an eine Suchtberatungsstelle wenden.
Unabhängig von der Art Ihres Suchtproblems bieten die Suchtberatungsstellen Ihnen und Ihren Angehörigen Hilfe und Unterstützung an. Zum Beispiel, wenn Ihre Sucht Ihre Erwerbstätigkeit beeinträchtigt.
Die Suchtberatung steht Ihnen aber auch beratend zur Seite, wenn eine Ihnen nahestehende Person süchtig ist.
Wollen Sie eine Suchtberatung wahrnehmen?
- Dann können Sie entweder an Ihrem Wohnort direkt zur örtlichen Suchtberatungsstelle gehen oder
- eine Online-Beratungsplattform für Suchtfragen besuchen.
Dort finden Sie professionelle Suchtberaterinnen und Suchtberater, die Sie oder Ihre Angehörigen bei allen Fragen zum Umgang mit Suchtmitteln, psychoaktiven Substanzen, Glücksspielen oder digitalen Medien unterstützen.
Die Suchtberatung ist kostenlos und anonym.
Der Ablauf einer Suchtberatung orientiert sich an der individuellen Situation der betroffenen Person. Ziel ist es, Unterstützung bei der Bewältigung einer Suchterkrankung zu bieten, gesundheitliche sowie soziale Folgen zu reduzieren und gemeinsam geeignete Hilfsmaßnahmen einzuleiten.
Üblicherweise sieht der Ablauf einer Suchtberatung so aus:
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Erstkontakt:
Unverbindliche Anmeldung per Telefon, Mail oder in einer offenen Sprechstunde – oft auch anonym möglich.
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Erstgespräch:
Gegenseitiges Kennenlernen und Bestandsaufnahme der aktuellen Lebenssituation sowie des Konsumverhaltens
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Beratungsphase:
Gemeinsame Festlegung von Zielen (z. B. Abstinenz oder Konsumreduktion) und Erstellung eines individuellen Hilfeplans
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Vermittlung:
Unterstützung bei Behördengängen, Kostenanträgen für Therapien oder der Suche nach einem Entgiftungsplatz
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Nachsorge:
Langfristige Begleitung durch - Einzel- oder Gruppengespräche, um Rückfälle zu vermeiden und den Alltag zu stabilisieren.
Es gibt kein Rechtsbehelfsverfahren.